Auf jeden Fall gibt es Mathe, davon nicht zu wenig und auch nicht zu einfach. Im klassischen Info Studiengang macht Mathe ungefähr die Hälfte bis zwei Drittel der Vorlesungen aus. Dabei sind dann auch sehr mathelastige Infofächer, zum Beispiel theoretische Informatik oder Optimierungsmethoden.
Einige Unis haben auf die hohen Durchfallraten reagiert und bieten spezielle Mathematikvorlesungen für Informatiker an, in der Regel sind das dann solche, bei denen der Stoff langsamer und nachdrücklicher vermittelt wird. Das "Kernproblem" Mathematik bleibt dabei aber bestehen.
Mittlerweile haben viele Unis auch Studiengänge im Programm, die vom Namen her neu, modern und irgendwie anders klingen, so zum Beispiel "angewandte Informatik" oder den Bachelor/Master Studiengang Informatik. All das hat aber recht wenig Einfluß auf das Grundstudium, in der Regel werden drei oder vier Mathevorlesungen zugunsten eines Nebenfaches gekippt.
Was dieses Nebenfach genau ist, das hängt von der Uni ab, in der Regel wird BWL angeboten und dazu dann noch eine Auswahl an anderen Fächern, je nach Uni kann da von Philosophie bis hin zu Biologie alles dabei sein, häufig auch Mathematik.
Der Bachelor bezeichnet einen Abschluß, der irgendwo zwischen dem Vordiplom und dem Hauptdiplom liegt, ist hauptsächlich etwas für Leute, die schneller und praxisorientierter studieren wollen und eher keine wissenschaftliche Karriere anstreben. Noch dazu soll es da im Ausland weniger Probleme geben bei dem Wunsch den nach dem Bachelor stehenden Masterabschluß machen zu wollen. Der Lehrplan (zumindest bei uns) ist im Grundstudium aber identisch zum Diplomstudiengang.
Informatik gehört natürlich auch zum Studium, genauer gesagt, im Grundstudium in der Regel eine Vorlesung pro Semester. In diesen Vorlesungen werden dann unterschiedliche Sprachkonzepte vorgestellt, in der Regel imperativ, objektorientiert und funktional. Außerdem noch mindestens ein Semester Rechnergrundlagen (eventuell inklusive Netzwerkeinführung), je nach Uni auch noch Elektrotechnik.
Irgendwo dazwischen liegen "Zwitterfächer", eben so etwas wie theoretische Informatik, ein Fach, in dem auf höchst abstrakten Niveau gelehrt wird, wie ein Rechner konzeptuell arbeitet. Wie er Eingaben umsetzt und verarbeitet. Dieses Thema wird dann aber in einem Abstraktionsgrad vermittelt, so daß einige Studenten Wochen brauchen, um zu merken, worum es überhaupt geht.
Wie schon geschrieben, manchmal gehört zum Studium auch ein Nebenfach. Das behandelt dann in der Regel mehr oder weniger oberflächlich die Themen, die in einem entsprechenden Vollstudium behandelt werden. Hier mag aber die entsprechende Prüfungs- bzw. Studienordnung weiterhelfen.
Irgendwann dann erreichen so in der Regel 40% derer, die sich mal versammelt haben das Vordiplom
und beginnen ein Hauptstudium. Je nach Uni ist das dann weitgehend inhaltlich frei, also die Studenten
können sich selbst aussuchen, was sie studieren wollen. Möglichkeiten reichen da von
Multimedia über künstliche Intelligenz bis hin zu Datenbanken.